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Der Atemschutzgeräteträger - Lehrgang des Bezirkes Mödling wird derzeit bei der FF Sulz im Wienerwald an zwei ganzen Tagen durchgeführt. Am erste Tag, einem Freitag, werden vom Verwaltungsdienst des Bezirkes erstmals die Lehrgangsformalitäten durchgeführt. Eintreffen dafür ist bis 07:45 Uhr im Feuerwehrhaus Sulz im Wienerwald.
Folgende Unterlagen sind mitzubringen:
Einberufung für den Lehrgang
Tauglichkeitsbescheinigung (nicht älter als ein Jahr!)
Nachweis Ausbildung 2000 (Atemschutz, Körperschutz)
Erste Hilfe Nachweis über 16 Stunden
Lehrgangsbeitrag 18.- € (in bar zu entrichten)
am 2. Tag komplette Einsatzbekleidung
Atemschutzgerät
Reserveflaschen
2 Atemschutzmasken
Anschließend begeben sich die Teilnehmer in den Lehrsaal. Der erste Tag besteht vorwiegend aus der Theorie, beginnend mit der Lehrgangseröffnung durch einen Vertreter des Bezirksfeuerwehrkommandos sowie dem Lehrgangsleiter.
Begonnen wird die Theorie mit den Vorträgen über Körperschutz, Gefahren und richtigem Vorgehen im Brandobjekt, Sammelplatz, Atemschutzgeräte, Grundinformation Schadstoff sowie die Atmung.
Am zweiten Tag eintreffen bis 07.15 Uhr. Heute wird das vom Vortag gehörte in Form eines Stationsbetriebes den ganzen Tag praktisch geübt. Gleich am morgen werden die Teilnehmer in Trupps eingeteilt, wobei alle drei von einer anderen Feuerwehr sein sollte.
Nach der Kontrolle der Vollzähligkeit bekommt jeder Atemschutztrupp einen Bezirksausbilder (dieser ist meistens auch der Sachbearbeiter in der eigenen Wehr) zugeteilt. Dieser bleibt den ganzen Tag beim Trupp und ist auch für diesen Verantwortlich. In der ersten Stunde bis zur Frühstückspause beginnen wir mit der Gewöhnung an das Gerät. Es wird mit der Kurzprüfung des Gerätes, danach dem Anlegen, sowie dem Fortbewegen mit dem Atemschutzgerät begonnen.
Auch für ein kräftiges Frühstück für die Teilnehmer ist gesort. Natürlich wird auch genügend Mineralwasser und Tee zur Verfügung gestellt.
Nach der Frühstückspause beginnt der Stationsbetrieb. Es gibt 4 Stationen die von jedem Trupp durchlaufen werden. Die Trupps werden vom Sammelplatz über den Ablaufposten zu den einzelnen Stationen entsendet.
Bei einer Station wird das Arbeiten mit Leitern unter Atemschutz geübt. Es muß jeder Teilnehmer unter Atemschutz eine Leiter besteigen, sowie eine Schlauchleitung aufziehen. Somit wird auch der Strahlrohrknoten geübt. Diese Station wird auch vom Bezirksausbilder beobachtet und bei Problemen erklärt. Jeder Teilnehmer hat ja schon bei der Ausbildung 2000 sowie dem Truppführer - Lehrgang mit Leitern zu tun gehabt.
Die nächste Station beschäftigt sich mit dem richtigen Vorgehen bei Türen, sowie der Flash over Brandbekämpfung mittels Hohlstrahlrohr. Diese Station ist mit einem fixen Bezirksausbilder besetzt. In drei Durchgängen hat jeder Teilnehmer die Möglichkeit mit dem Hohlstrahlrohr zu arbeiten.
Die dritte Station ist ein Hindernisparcourt. Hier werden den Teilnehmern die Atemschutzmasken verklebt und diese müssen an einer vorbereiteten Führungsleine den Parcourt überwinden. Diese Übung wird ebenfalls vom Bezirksausbilder des Trupps überwacht und wenn notwendig greift dieser auch ein.
Die vierte Station ist die Sicherheitsreserve beim Ablaufposten. Hier befindet sich ein Trupp voll ausgerüstet und wartet auf seinen Einsatzbefehl. Auch hier werden die Teilnehmer mit einer Aufgabe gefordert.
Die Bezirksausbilder der anderen Trupps absolvieren in der zwischenzeit die Knoten mit den Teilnehmern. Beim Atemschutzgeräteträger - Lehrgang sind folgende Knoten zu können:
Rettungsschlinge, Weberknoten, Rechter Knoten, Rundtörn, Zimmermannsklang und der Strahlrohrknoten.
Weiters wird von den Trupps auch das Anlegen sowie der Umgang mit den Brandfluchthauben geübt. Die Maske wird erstmals selbst aufgesetz damit man einmal das Gefühl für die Maske bekommt, und danach wird die Maske auch einer anderen Person aufgesetzt.
Auch die Möglichkeiten der Personen-Rettung, sowie die Möglichkeiten mit einer Rettungsschlinge werden geübt.
Nach den Stationen werden auch jedesmal die Atemluftflaschen gewechselt sowie die Kurzprüfung durchgeführt. Diese Tätigkeiten müssen in Fleisch und Blut übergehen und müssen von jedem Atemschutzgeräteträger ohne Probleme durchgeführt werden können.
Für die Versorgung der Teilnehmer mit Wasser ist ebenfalls gesorgt und für diesen Lehrgng auch besonders wichtig.
In der Mittagspause ist das Team vom Versorgungszug der 14. KHD Bereitschaft an beiden Tagen für die Versorgung der Teilnehmer sowie der Bezirksausbilder zuständig. An beiden Tagen wird für alle Beteiligten ein Mittagessen gezaubert, welches gleich im Feuerwehrhaus eingenommen werden kann. Dadurch auch grosse Zeitersparnis.
Das Versorgungs - Team der 14. KHD Bereitschaft
Nach der Mittagspause wird es dann für die Teilnehmer ernst. Jetzt beginnt die Ausbildung mit dem "Echtrauch"! Auch hier müssen die Trupps drei Durchgänge durchlaufen. Beim ersten mal Vorgehen mittels Leine und erster Löschhilfe ( Handfeuerlöscher, gefüllte Kübelspritze ). Beim zweiten mal vorgehen mit Schlauchleitung sowie Flächendeckendes Absuchen des Brandobjektes. Beim dritten Durchgang ist auch die Ablöse am Sctrahlrohr sowie die Rettung eines Kameraden ins Freie durchzufüren.
Wenn alle Trupps mit den gestellten Aufgaben durch sind, werden erstmals die Geräte versorgt. Da bei uns die Hygiene im Vordergrund steht haben die Teilnehmer auch die Möglichkeit das ganze kontaminierte Material grob zu reinigen.
Danach wird noch die Möglichkeit mit einem Hochleistungslüfters einen Brandraum zu Belüften und Rauchfrei zu machen erklärt und gezeit.
Unser Brandobjekt von Innen, wo wir die Möglichkeit haben mit "Echtrauch" den Lehrgang durchzuführen.
Für die Hygiene steht dann noch jedem Teilnehmer eine Duschmöglichkeit im Feuerwehrhaus zur Verfügung.
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